Fuerteventura / Lanzarote 2021-2022


07.11.2021 Cádiz
Monika und ich wollen gerne die nächsten Wochen auf den Kanareninseln Fuerteventura und Lanzarote verbringen. Diesmal mit unserem Wohnmobil Nepomuk. Fuerte kennen wir schon sehr gut, waren wir die letzten Jahre immer wieder dort. Lanzarote ist Neuland welches wir erkunden wollen. 
Anfangs war ich von der Idee nicht so begeistert, aber je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr wuchs die Begeisterung.
Die Kanareninseln sind nicht unbedingt das Wohnmobil Eldorado, gibt es doch recht wenig Infrastruktur für Camper auf den Inseln. Aber wir möchten Abenteuer erleben und uns den Anforderungen stellen. Erwarten uns schöne Landschaften und tolle Strände. 
Mir ist es auch wichtig, mich meinem Hobby dem Fotografieren zu widmen. Auch da werde ich auf meine Kosten kommen.

Von Deutschland starten wir am 01.11. und fahren über Freiburg nach Frankreich. Hier nehmen wir die Route nach Süden über die Landstrassen bis nach Spanien um die Landschaften intensiver zu erleben. In Spanien meistern wir den Straßendschungel durch Barcelona, weiter nach Valencia und Cordoba. In Cordoba besuchen wir die historische Altstadt über die wir in unserem Spanischunterricht schon einiges erfahren hatten. Die Mezquita Kathedrale, in der Kirche und Moschee ein Bauwerk darstellt und das alte Barrio Judico, das jüdische Viertel mussten wir unbedingt sehen. Wir haben unterwegs sehr schöne und reizvolle Stellplätze in der Natur für die Nächte gefunden.  Die restliche Strecke fahren wir gemütlich nach Cádiz und parken Nepomuk nach fast 3000 km am Strand der Costa de la Luz am Atlantik. Hier warten wir auf unsere Überfahrt mit der Fähre Ciudad de Valéncia, die übermorgen Nachmittag startet. 


18.11.2021 Westküste bei Tindaya / Fuerteventura
In Cádiz besuchen wir die sehenswerte Altstadt mit ihrer Kathedrale und dem Glockenturm, die schmalen Gassen mit ihren kleinen Tiendas (Geschäfte) und machen einen Abstecher zu unserer Ablegestelle mit der Fähre „Ciudad de Valéncia“. Mit dieser fahren wir am nächsten Tag in 27 Stunden nach Arrecife auf Lanzarote. Die Überfahrt bei schönem Wetter und ruhiger See ist ein Erlebnis. Unser Nepomuk steht an einem schönen Platz unter dem Deck. Geschlafen haben wir in unserem Schlafsack auf einer Liege auf dem Passagierdeck. Erst etwas unruhig, später aber ruhig bis in den frühen Morgen. Durch die vielen Lichter an Deck haben wir nicht so viele Sterne gesehen, hat sich aber trotzdem gelohnt dort zu übernachten.
Als wir Lanzarote erreichen ist es schon dunkel. Wir suchen uns in der Nähe des Flughafens einen schönen Stellplatz aus, der nach 22 Uhr auch ruhig ist. Morgens fahren wir nach Playa Blanca im Süden und setzen mit der Fähre nach Corallejo auf Fuerteventura über. Wir sind am Ziel unserer ersten Etappe auf den Kanaren.
Die nächsten Tage verbringen wir im Süden der Insel in Jandia, das ist der südliche Zipfel der Insel. Wir besuchen Petra und Karl-Heinz, die in einem Hotel für mehrere Wochen residieren und auch ein Familienbesuch bei Daniela und Michael in Costa Calma steht auf dem Programm. Standup Paddeling hinter dem Hafen von Morro Jable ist eine Herausforderung mit Wellen und Wind.
Montags fahren wir zum Flughafen nach Puerto del Rosario und holen Vanessa und Kathi ab. Die beiden wollen in El Cotillo und La Pared ein paar Tage Urlaub machen. Somit stehen wir Abends in El Cotillo in der Nähe des Faro del Tostón. Wir lassen es uns richtig gut gehen mit baden im Meer, paddeln in einer Lagune und schönen Sonnenuntergängen. Nachts leuchtet der zunehmende Mond die Landschaft an. Also auch genügend Fotomotive. Aktuell stehen wir in der Nähe von Tindaya an der Westküste. Supertolle Aussicht auf das Meer und die umliegenden Vulkane. Die rauhe Brandung spielt die entsprechende Musik dazu.


26.11.2021 Tarajalejo bei Gran Tarajal / Fuerteventura.
Wir fahren nach Corralejo. Dort suchen wir eine Lavandería, eine Wäscherei auf. Auch das muss mal sein. Während unsere Wäsche gewaschen und getrocknet wird, bummeln wir durch Corralejo und später am Strand entlang. In unserem bekannten Fischlokal essen wir zu Mittag. Danach holen wir unsere Wäsche ab. Später müssen wir Abwasser und die Toilette entsorgen. Eine Dusche für unseren Nepomuk ist auch im Programm.
Bei El Cotillo stehen wir an der Lagune Caleta del Rio wo man wunderbar paddeln kann, allerdings nur bei Flut. Das Wetter ist weiterhin schön. Abends fahren wir mit den Fahrrädern nach El Cotillo und essen mit Vanessa und Kathi. Anschließend gibt es noch eine Sangria als Absacker.
Eine Nacht stehen wir am Playa de Esquinzo bei El Cotillo. Das Meer ladet tagsüber zum Baden ein. Schönstes Wetter und das Wasser smaragdgrün, was will man mehr.
Für die kommenden Tage wechseln wir wieder in den Süden nach La Pared. Vanessa und Kathi ziehen dorthin um. Wir stehen oberhalb des Strandes und schauen den Surfern bei ihrer „Arbeit“ zu. Da gibt es echte Spezialisten die lange auf den Wellen reiten. Eine Fahrradtour mache ich auf den Mirador Astronómico Sicasumbre. Es geht fast 12km nur bergauf, mal mehr - mal weniger. Dafür ist die Rückfahrt ein Speederlebnis und ich lasse meinem Fahrrad freien Lauf. Monika verbringt den Tag mit einer Wanderung. Nachmittags besuchen uns Vanessa und Kathi, die von ihren Strandstreifzügen nach Hause kommen. Am späten Abend, es wird auch hier früh dunkel, so gegen 19:00 Uhr, mache ich meine Nachtaufnahmen. Es sind nicht die besten Verhältnisse, aber etwas geht immer. Den versprochenen Sternenexkurs mit Vanessa und Kathi zum Mirador Atronómico hat mir viel Spass gemacht.
Auch unsere Freunde Petra und Karl-Heinz besuchen wir nochmal in Morro Jable. Wir liegen am Strand hinter dem Hafen. Bei der Paddeltour bricht mir durch ein Missgeschick die Finne ab. Kann Ende kommender Woche eine gebrauchte Finne in Corralejo abholen, Internet macht es möglich.
Nun stehen wir am Strand von Tarajalejo. Heute war das Wetter kühl, am Nachmittag hat es leicht geregnet. Haben wieder eine Entsorgungsfahrt gemacht und für die nächsten Tage wieder Ruhe. Morgen soll das Wetter wieder besser werden. Lange Schlechtwetterphasen gibt es hier nicht.