S├╝damerika 2023


┬á­čç║­čçż ­č玭čçĚ ­čçĘ­čç▒ ­čçž­čç┤ ­čçÁ­čç¬ ­čçÁ­čçż ­čçž­čçĚ


┬á2017 hatten wir w├Ąhrend einer Reise durch Patagonien mit Rucksack die Idee, einen l├Ąngeren Aufenthalt in S├╝damerika mit unserem Wohnmobil zu planen.

Eigentlich sollte diese Reise schon in 2020 stattfinden, ┬ádenn zu diesem Zeitpunkt begann ich mit meiner passiven Altersteilzeit und mu├čte nicht mehr arbeiten.

Dann, Ende 2019 - ┬ádas Wohnmobil war schon so gut wie auf der F├Ąhre,┬ádrei Jahre der Planung und das Abenteuer zum Greifen nahe - ┬áwurden wir in letzter Minute von einer Krankheit ├╝berrascht.

Anschlie├čend folgte das Coronavirus welches auch nach meiner Reha Reisen in weiter entfernte L├Ąnder nicht zulie├č ­čśş.

Nun haben Monika und ich im letzten Frühjahr beschlossen, die Planung für diese Reise wieder aufzunehmen. War es doch unser Traum -  zum Glück nur aufgeschoben und nicht aufgehoben!

 

Viel Organisation war wieder notwendig und einige Regularien hatten sich mittlerweile ge├Ąndert: Int. F├╝hrer- und Fahrzeugscheine beantragen, Gespr├Ąche mit Seabridge, die uns das Verschiffen des Reisemobils organisierten, neue Regelungen bei der Einreise beachten, die Autoversicherung in S├╝damerika anleiern, die wir Dank Claudia von www.abgefahren.info, ziemlich z├╝gig bekamen. Die Vorplanung wurde nochmals ├╝berpr├╝ft, Routen besprochen und vieles mehr.

Zuspruch bekamen wir von unserer Tochter Vanessa, unseren Wohnmobileltern Lilo und Rolf, vielen Freunden und Bekannten, welche uns best├Ąrkten, diese Reise doch noch durchzuf├╝hren. Besonderen Dank schulden wir auch Frau Grabo von der Firma Seabridge, die viele Telefonate und R├╝ckfragen unsererseits ├╝ber sich ergehen lassen musste. Allen vielen Dank, jedem Einzelnen von euch!!!

Zeitpunkt heute: Bis auf ein paar Kleinigkeiten ist alles geregelt und f├╝r die ersten Wochen in Argentinien steht der Plan fix. Jetzt stehen wir in den Startl├Âchern und k├Ânnen es kaum erwarten. Aber dann sind doch manchmal Gedanken da: Machen wir alles richtig? Bekommen wir am Schlu├č kalte F├╝├če?

Wir sind fest entschlossen einen langgehegten Traum zu verwirklichen! Vom Reden alleine tut sich da nichts!

Am 16.12.2022 brachten wir unseren Nepomuk nach Hamburg zur Grimaldi Reederei. Am 26.12. legt die F├Ąhre Grande Amburgo mit etwas Versp├Ątung ab und begibt sich auf ihre Reise nach S├╝damerika, wo sie aller Voraussicht nach am 26.01.2023 in Montevideo, der Hauptstadt Uruguays ┬áeintreffen wird.┬á

Wir werden am 14.01.2023 nach Montevideo fliegen und unser Wohnmobil dann nach der Ankunft im Hafen abholen. 

Erst einmal geht es nach Argentinien. Hier entlang an der Ostk├╝ste zur Peninsula Valdez. Weiter ├╝ber Punta Tombo, Puerto Deseado und Rio Gallegos. Von dort setzen wir ├╝ber auf Feuerland mit dem Ziel Ushuaia - der s├╝dlichsten Stadt der Welt.

Das ist zun├Ąchst der Plan. Wir werden berichten, was es alles zu sehen und erleben gibt.


15.01. - 18.0.2023 Montevideo: Von K├Âln fliegen wir mit der Iberia ├╝ber Madrid nach Montevideo. Der Abschied mit Vanessa und Mutter ist sehr bewegend, sehen wir die beiden jetzt doch f├╝r lange Zeit nicht.

Bei sch├Ânstem Wetter und angenehmen Flug, landen wir ├╝berp├╝nktlich in Montevideo. Die Einreiseformalit├Ąten werden z├╝gig gekl├Ąrt, nach ein paar Minuten k├Ânnen wir unser Gep├Ąck aufnehmen und mit dem Bus zum Hotel Klee fahren. Hier haben wir uns f├╝r drei Tage einquartiert.┬áRucks├Ącke┬áaufs Zimmer und sofort erkunden wir die Stadt. Sonntags sieht es tags├╝ber sehr ausgestorben aus. Wir essen einen Hamburger und gehen weiter bis zur Plaza Independenc├şa mit dem riesigen Reiterdenkmal von General Artigas, einem Nationalhelden Uruguays. Nun wollen wir zur├╝ck zum Hotel. Auf einem Platz tanzen die Leute Tango. Hier lassen wir uns nieder und genie├čen die sch├Âne Atmosph├Ąre. F├╝r die T├Ąnzerinnen und T├Ąnzer ist es das Highlight der Woche. Zwei ├Ąltere Damen erkl├Ąren uns alles - allerdings in spanisch. Unsere erste┬áLektion.

Der zweite Tag f├╝hrt uns ins Oficina de┬áMigraci├│n. Hier besorgen wir uns das Certificado de Llegada f├╝r die Einreise unseres Wohnmobils. Danach schlendern wir zum Hafen und essen zu┬áMittag in der alten Markhalle bei Don Garc├şa. Heute ist es sehr heiss, trotzdem macht das Entdecken der Stadt Spass. Vorbei an sch├Ânen Gesch├Ąften und schmucken┬áH├Ąusern geht es langsam zum Hotel zur├╝ck.┬á

Am n├Ąchsten Tag, nach einem tollen Fr├╝hst├╝ck im Hotel, fahren wir mit dem Bus zum Parque Rod├│. Sehr sch├Ân angelegt. ├ťbrigens findet man in Montevideo viele sch├Âne Parks, wo man sich ausruhen kann - vielleicht bei einem Eis. Weiter gehen wir zur Playa Ramirez, wo schon viele Leute zum Sonnenbaden hergekommen sind. Von hier hat man eine herrliche Aussicht Richtung Altstadt.

Wir spazieren an der Playa entlang und genie├čen den herrlichen Kontrast zwischen Stadt und Meer. Mit dem Bus geht es danach wieder zum Hotel. Nachmittags ┬ábezahlen wir im B├╝ro der Reederei Grimaldi die Hafengeb├╝hren f├╝r unseren Nepomuk. Im Anschlu├č┬átreffen wir Lukas aus K├Âln, dessen Fahrzeug ebenfalls auf dem Weg hierher ist.┬á

Montevideo gef├Ąllt uns sehr gut. Eine Hauptstadt ohne Hektik. Die Leute sind freundlich und hilfsbereit. Wir sehen viele hohe- und mond├Ąne Geb├Ąude, leider sind┬áeinige nicht mehr bewohnt. Die meisten Leute scheinen ├╝ber wenig Geld zu verf├╝gen. Man sieht es an den Wohnungen und H├Ąusern, die einen anderen Standard als in Deutschland haben. Leider auch einige Obdachlose, die in T├╝reing├Ąngen schlafen. Dennoch macht die Bev├Âlkerung keinen unzufriedenen Eindruck.

Heute am letzten Tag m├╝ssen wir zum B├╝ro von Eduardo Kessler, unserem Agenten f├╝r die Hafenformalit├Ąten. Wir haben alle erforderlichen Papiere zusammen und so ist es auch hier nur eine Formsache, alles l├Ąuft.

So fahren wir nun nach Atl├íntida, eine Autostunde von Montevideo entfernt, zu Marieke und Jan. Hier werden wir bis zur Ankunft unseres Womo leben. Wie es uns dort ergangen ist, schreibe ich sp├Ąter. Eins vorweg: Wir f├╝hlen uns schon sehr wohl dort.



Atlántida 18.01 - 26.01.2023: Heute gibt es ein kleines Update für die Ungeduldigen unter euch.

Wir warten hier in Atl├íntida bei Jan und Marieke immer noch auf die Ankunft unseres Nepomuk. Ankunftstag ist morgen, der 27.01., Das Schiff ist auf dem Weg von Zarate, Argentinien, hierher. Da das Wochenende dazwischen liegt, werden wir┬ávoraussichtlich nicht vor┬áDienstag an unser Fahrzeug kommen. Wir machen das Beste draus. Mit Fahrr├Ądern erforschen wir die Gegend, frischen unser Spanisch bei Phil, einem Schweizer der hier lebt, auf. Jeden Tag schwingen wir uns auf die Fahrr├Ąder. Eink├Ąufe, Marktbesuche, Strandspazierg├Ąnge und ein Besuch in Piri├ípolis, einem ruhigen Ort am Rio de la Plata, der hier so gro├č wie ein Meer ist. In der Anlage geht es sehr famili├Ąr zu. Jeden Tag kommen und gehen Leute, die hier ├╝bernachten oder ein paar Tage Urlaub machen. Wir verpflegen uns hier selbst, K├╝che mit Herd und Geschirr ist vorhanden. Bier, Wasser, Wein, Eier alles zur Selbstbedienung, aber anschreiben nicht vergessen. Morgen fahren wir mit dem Bus nach Montevideo. Dort versuchen wir im Hafen nach unserem Fahrzeug zu schauen.